Forts – Werk XXXVII 
Fort Prittwitz (Fort Avancé) 
Werk XXXVII: Fort Prittwitz (bis 1863: Fort Avancé)
Lage
Blau: ca. Begrenzung, rot: erhaltene Bauwerke, grün: erhaltene Erdwerke
Erbaut 1847 bis 1854
ErbauerOLt Arlt
Flagge Württemberg Kgr. Württemberg
AdresseStuttgarter Straße 199
89081 Ulm
Lage48,42015° nördl. Breite
9,98100° östl. Länge
Mannstärke413
ArtAußenfort
ZweckVorposten der Wilhelmsfeste, Verteidigung gegen von der Albhochfläche anrückende Truppen
Benachbarte WerkeLehrer Turm und Wilhelmsfeste im Süden

Forts Oberer Eselsberg im Nordwesten

Örlinger Turm und Fort Albeck im Osten

Lage und heutige Nutzung
Das Fort liegt auf dem Michelsberg nahe der Stuttgarter Straße. Es gehört heute zur Wilhelmsburgkaserne und bildet den nördlichen Abschluss dieser. Da das Fort auf militärischem Sicherheitsgebiet liegt, kann es nicht besichtigt werden. Vom Feldweg um die Kaserne kann man jedoch den ein oder anderen Blick auf das Fort werfen.

Aufbau des Werks
Erbaut wurde das Fort zwischen 1847 und 1854 als Fort Avancé unter dem königlich württembergischen Hauptmann Arlt, es konnte mit bis zu 413 Mann belegt werden. Gebaut wurde es als Lünette mit kurzen Flanken. An den Schultern befindet sich jeweils eine Caponniere, in der Kehlmitte ein Reduit. Außerdem besitzt es einen vierseitigen Wall mit trockenem Graben. Im Saillant befindet sich eine Mörserbatterie, in den Wallenden Pulvermagazine. Bei der ersten Modernisierungswelle wurde das ursprünglich dreistöckige Reduit und die Caponnieren um jeweils ein Stockwerk verkleinert, das Reduit und die linke Kehlmauer wurden zusätzlich mit einer Erdummantelung an der Frontseite versehen. Auf dem Wall wurden drei Hohltraversen eingerichtet.

Baugeschichte und Erhaltungszustand
Das Werk ist bis heute vollständig erhalten und wird von der Bundeswehr gepflegt.

Militärische Nutzungsgeschichte
Bis 1918 war die württembergische Armee dort stationiert, zwischen 1920 und 1935 die Reichswehr, danach im Zweiten Weltkrieg das Flugkommando der Luftwaffe und das Luftwarnkommando für Fliegerangriffe. 1956 wurde es Teil der Flandernkaserne, die 1967 wiederum Teil der Wilhelmsburgkaserne wurde.

Letzte Bearbeitung: 21. Februar 2016