Werk 7: Die Bastion mit dem Kriegspulvermagazin II


Unten das Kriegspulvermagazin, obenauf der Neu-Ulmer Wasserturm.

Lage und heutige Nutzung
Die Bastion 7 liegt am Knick der Turmstraße nordöstlich der Ringstraße. Das Kriegspulvermagazin wird heute als Museumsraum vom ⇒ Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. genutzt, die Räume der Bastion von einem angrenzenden Industriebetrieb als Lager. Hinter der rechten Werksseite befindet sich der Kollmann-Park und am rechten Glacis ein Spielplatz.

Festungsteile in der Umgebung
Werke der Bundesfestung
Courtine 6 (direkt östlich anschließend)
Courtine 8 (direkt nördlich anschließend)
Vorwerk 13½ (440 m südlich, nicht gebaut)
Vorwerk 14 Illerkanal (700 m südlich)

Sonstige Festungsteile
Chevauxlegers-Kaserne (550 m nördlich)
Evangelische Garnisonskirche Neu-Ulm (760 m nordöstlich)
Festungsbauhof (750 m nördlich)
Friedensspital Neu-Ulm (670 m nördlich)
Proviantamt Neu-Ulm, Magazine 1 und 3 (740 m nördlich)
Proviantamt Neu-Ulm, Magazin 2 (550 m nördlich)

Aufbau und Baugeschichte des Werks
Das Werk wurde zwischen 1844 und 1850 unter Oberleutnant Graf Ysenburg errichtet und konnte bis zu 92 Mann beherbergen. Es besteht aus Escarpe, dessen Spitze als starke Schildmauer ausgeführt ist, einem Wall mit einer Mörserbatterie im Saillant, dem 1850–53 errichteten Kriegspulvermagazin II am rechten Werksende sowie Graben, Künette und Glacis vor den Mauern. Das 1200 Zentner Schwarzpulver fassende Kriegspulvermagazin wurde 1866–68 mit Erde ummantelt und mit einem Luftgang versehen. Bei der Modernisierung 1880 erhielt der Wall drei Erdtraversen. 1898 wurde auf dem Magazin der Neu-Ulmer Wasserturm errichtet. In den 1950er Jahren wurde die Freitreppe, die zum Wasserturm hinaufführte, wieder abgetragen und durch eine Eisentreppe im Inneren des Magazins ersetzt, seitdem liegt das ursprüngliche Mauerwerk des Pulvermagazins wieder frei. Die beiden seitlichen Erdtraversen wurden bei der Anlage eines Fußgängerwegs beseitigt. Die später angelegte Stallbaracke hinter der linken Werksseite fehlt mittlerweile. Ansonsten ist das Werk vollständig erhalten.

Denkmalschutz und Eigentümer
Das Werk steht seit dem 25. Juni 1973 unter Denkmalschutz und gehört vollständig der Stadt Neu-Ulm.


Weitere Bilder

Bogenescarpe und Rondengang Im Inneren des Kriegspulvermagazins: An der Wand der Doppeladler des Deutschen Bundes und ein Portrait des bayerischen Festungsbaudirektors Theodor von Hildebrandt. Darüber befindet sich eine Lichtnische. Luftbild von 1910: Die Bastion 7 liegt in der unteren Bildmitte.
Escarpe in Richtung Courtine 6 Saillant Escarpe in Richtung Courtine 8

Letzte Bearbeitung: 20. März 2013