A:\> format c:? – Die IBM-Kompatiblen 

Der PC-Markt, zu dieser Zeit noch als „Industrie-Computer“ oder „Industrie-Standard“ als Gegensatz zum Heimcomputer bezeichnet, wuchs und wuchs gegen Ende der 1980er - da wollte Atari auch ein Stück vom Kuchen haben und stieg 1987 mit der PC-Serie in diesen Markt ein. Abgesehen vom Portfolio war aber keinem der Systeme großer Erfolg beschieden. Auch Hauptkonkurrent Commodore brachte PCs heraus - zwar mit größerem Erfolg als Atari, aber auch dieser Erfolg war nicht berauschend. Commodore ging an den PC-Experimenten und der Vernachlässigung des Amiga letztendlich kaputt. Atari zog bei den Desktopsystemen 1992 die Notbremse, nur der Taschencomputer Portfolio hielt sich bis zum Ausstieg Ataris aus dem Computermarkt. Atari setzte bei der PC-Entwicklung anfangs auf Eigenentwicklungen, dadurch wurden die Systeme dann dementsprechend teurer als die zusammengeschraubten IBM-Klone anderer Hersteller (u.a. Compaq). Leider verpasste Atari auch hier den Anschluss an aktuelle Entwicklungen oder ignorierte sie bewusst, um die Preise möglichst unten zu halten – Atari benutzte beispielsweise bis 1990 noch 8088-Prozessoren, im Jahr zuvor erschien bereits der i486. Die ABC 386-Serie war die einzige, die seitens Atari mit der damals aufstrebenden Benutzeroberfläche Windows 3.0 ausgeliefert wurde.
Letzte Bearbeitung: 26. Oktober 2015